Marion Ball-Ebensperger

Ich wurde 1963 in Zürich geboren und bin die Älteste von sechs Kindern.
Zu dieser Zeit hatte man noch reichlich Kinder und vermutlich nicht so viel TV, wie Heutzutage.

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Wie ich wurde was ich bin...

Ich wurde 1963 in Zürich geboren und bin die Älteste von sechs Kindern. Zu dieser Zeit hatte man noch reichlich Kinder und vermutlich nicht so viel TV, wie Heutzutage.

Ich unterschied mich schon ziemlich von meinen Schwestern, während sie alle mit Puppen und Kleinkindern spielten, spielte ich Fußball und Räuberspiele mit Jungs und bastelte Burgen, Flugzeuge, Panzer und Soldaten. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an mein erstes Diorama, das ein großer unbemalter Gips Berg, gespickt mit Soldaten, Steinen und Sträuchern darstellte. Voller Freude zeigte ich mein Prachtstück damals meinen Eltern und die dachten wohl, oh Gott, wann fängt sie endlich an sich wie ein normales Mädchen zu benehmen.

Als ich die Schule verließ mit sechzehn Jahren, traf ich meine erste Liebe, die bis vor einigen Jahren andauerte.
Mein damaliger Mann Erwin hatte ein italienisches Restaurant das wir gemeinsam für die nächsten siebzehn Jahre führten. Er war es auch, der mir mein erstes historisches Holzmodelschiff zum Geburtstag schenkte.Von da an sagte ich mich vom Plastik los und baute Holzschiffe für die nächsten zehn Jahre.

Ein Wunsch geht in Erfüllung

Dann vor einigen Jahren gaben wir unser Geschäft auf und ich arbeitete als Geschäftsführerin in einem Freizeitbetrieb. Als ich damals meine erste Begegnung mit Figuren hatte, geschah das eher wegen einem Zufall. Ich war damals wegen einem Placido Domingo Konzert in Wien, als ich dort rein zufällig einen Zinnfigurenladen entdeckte. Eigentlich suchte ich Matrosen für meine Schiffe, die ich bemannen wollte. Die habe ich übrigens heute noch. All die Jahre hatte ich mir immer eine eigene kleine Armee von Soldaten gewünscht, hatte aber bis dahin keine Ahnung, dass es tatsächlich solche kleine Männer gab. Also kaufte ich mir schleunigst meine ersten zwei Figuren.

Meine Malerei

Zu der Zeit kannte ich noch keine anderen Farben, als Humbrol, die ich für den Modellbau benutzte, und hatte auch keine Ahnung was es an Literatur gab. Also begann ich nachzuforschen und stieß dabei auf die engl. Military Modellierung und das amerikanische Campaign. Natürlich war mein Englisch miserabel, aber notgedrungen lernte ich die Sprache Schritt für Schritt. Heute bin ich sehr froh darüber, dass ich auf diese Weise gezwungen war Englisch zu lernen.

Damals hatte ich absolut keine Ahnung über Licht und Schatten oder über Farbenlehre. Ich malte einfach drauflos, war die Uniform Rot, malte ich Rot, ohne jegliche Highlights oder Schatten. Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich fühlte, als ich meine erste Figur fertig hatte. Es war phantastisch!

Meine erste Silbermedaille gewann ich an der Euro Militär 1997. Die Freude über diese erste wichtige Medaille vergesse ich mein Leben lang nicht mehr.

Einige Jahre später wechselte ich dann mein Malmedium und begann mit Acrylfarben zu malen, wo ich auch gleichzeitig meinen Malstil ändern und weiterentwickeln musste. Ich muss zugeben, der Umstieg auf diese Farben war wirklich schwierig, er verlangte eine ganz andere Technik und ich hatte große Probleme am Anfang damit. So ging es einige Jahre weiter bis mich ein harter Schicksalsschlag traf und mein damaliger Mann Erwin schwer erkrankte und sich nicht mehr erholte. Zu dieser Zeit krempelte sich mein ganzes Leben um und ich erkannte mit brutaler Offenheit, wie schnell das Leben doch vorbei sein kann. Von einer Stunde auf die andere änderte sich alles. Ich gab meinen Job auf und wollte meinen Mann zuhause pflegen, dazu kam es aber dann nicht mehr. Kurze Zeit später verstarb er. Zu dieser Zeit dachte ich wirklich alles verloren zu haben.

Wie ich meinen Mann Alan kennelernte

Aber es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. Ich bekam vom Schicksal nochmals eine Chance und lernte einige Zeit später meinen zweiten, jetzigen Mann Alan Ball kennen. Mit ihm war es mir nun vergönnt mein und sein Hobby zum Beruf zu machen. Seit 2003 sind wir verheiratet und leben und arbeiten als, Modelleur und Malerin mit unseren drei Katzen glücklich zusammen.

Alan Ball

Ich wurde geboren in Liverpool UK am 22 Juni …
...vor viel zu langer Zeit.
An Geschwistern hab ich noch eine Schwester und einen Bergsteiger als Bruder.

bild von alan ball

Wie ich wurde was ich bin...

Geschichte und Uniformen haben mich schon von klein auf interessiert. Da mein Vater für BP
arbeitete, wuchsen wir in den Aden (im heutigen Jemen) auf, das zu dieser Zeit ein britischer Navy
Stützpunkt war. Nach der Schule, die morgens um 7 Uhr startete und bis Mittag dauerte, besuchten
wir immer das Argyll & Sutherland Hochland Regiment, die ihr Camp direkt neben unserer Schule
hatten und beobachteten die Soldaten fasziniert. Danach holten uns unsere Eltern und wir gingen
immer zu dem englischen Beach Club, wo wir von Haien nur mit einem Netz getrennt, schwimmen
gingen. Wir verließen Aden 1967 als die britische Regierung beschloss, die militärische Präsenz für den Suez Kanal aufzuheben, so konnten wir zum ersten Mal nach „Hause“.

Ich kann mich noch sehr gut an diese Zeiten erinnern, wie an die Geburtstags Parade der Queen, mit
dem Arabischen Kamel Regiment, Panzer, Highlanders und viele andere Truppengattungen….alles war so
farbenprächtig!

Meine Modellierung

Wie ich schon gesagt habe, hab ich mich immer schon für Geschichte und Militär interessiert, und als
kleiner Knirps, spielte ich mit britischen Spielzeugsoldaten und fing an, mit Knete meine eigene
Soldatenarmee zu bilden. Zu der Zeit gab es kein TV, nur Radio, also war das meine
Freizeitbeschäftigung. Zu der Zeit kannte ich noch kein Epoxy Putty (selbsthärtende zwei
Komponenten Modelliermasse) das hatte zur Folge, dass meine Soldaten aus Knete alle immer wieder
auseinander fielen. Später las ich dann mal irgendwo, dass man mit Bananen Öl die Knete
einstreichen konnte um einen harten Überzug zu erhalten, was auch tatsächlich klappte, und ich so
dann auch die Möglichkeit hatte meine Soldaten anzumalen. Von da an, ging es dann immer besser
und ich entdeckte andere Materialien, mit denen ich Figuren grob modellieren konnte und als das
Material hart genug war, ich die tatsächliche Figur raus schnitzen konnte. Diese Arbeitsweise ist für
mich bis heute die bequemste geblieben.

Wie ich meine Frau Marion kennenlernte

Geheiratet hab ich erst spät in meinem Leben, hat lange gedauert, bis die Richtige Frau kam. Ihr
Name war Marion Ebensperger, wir heirateten 2003. Ich sah sie zum ersten Mal 1999 in Paris, da war
sie aber noch verheiratet und ich hätte nie gedacht, das sie vier Jahre später mit mir, ihr Leben
verbringen würde. Es ist eine perfekte Kombination, eine Partnerin zu haben, die das gleiche Hobby,
das nun unser Beruf ist, teilt. Man muss keine Entschuldigungen haben oder ein schlechtes Gewissen,
wenn man an Shows fahren will, oder in einen Figuren Laden gehen möchte. Es ist auch interessant,
jemanden an seiner Seite zu haben, der mal kritisiert und Ideen bringt und das Ganze aus der Sicht
eines Malers(in) sieht.

Alles in allem funktioniert unsere Zusammenarbeit tadellos, wir haben eine ganz einfache Aufteilung,
ich modelliere und sie malt. Früher malte ich selber auch, nicht schlecht, aber niemals so gut wie
meine Frau. Heute ist mir das untersagt.

Im Jahre 2003 bin in die Schweiz gezogen, um Marion zu heiraten mein Hobby ist nun mein Beruf
geworden und ich bin glücklich dass alles so wunderbar funktioniert.